Zutaten für beste Silagequalität

Bei der Grassilagebereitung muss der Grünlandaufwuchs innerhalb von wenigen Tagen gemäht, angewelkt und einsiliert werden. Die Grassilage ist dann über die folgenden 6 bis 12 Monate oftmals die wichtigste Futtergrundlage im Milchviehbetrieb. Deshalb muss in der Siliersaison alles klappen, um für die Milchkühe eine optimale Silagequalität über viele Monate zu garantieren. Schlecht vergorene, verschimmelte oder instabile Grassilage ist also ein ernsthaftes Problem für den Milchviehhalter. Was chemische Siliermittel auf der Basis von Ameisen- und Propionsäure gegen Fehlgärungen in Grassilage bewirken können, ist Thema dieses Beitrags.


Trockensubstanz entscheidend für den Siliererfolg

Einen sehr wichtigen Einfluß auf den Siliererfolg haben die Witterungsbedingungen, denn sie bestimmen die Trockenmasse des Siliergutes. In feuchten Wetterperioden, was im Frühjahr nicht selten vorkommt, kann das Grüngut häufig nicht ausreichend angewelkt werden und die Trockenmasse bleibt unter einem Wert von 30%. Silage mit so geringen Trockensubstanzgehalten ist aber schwer silierbar, da der Gehalt an Pflanzenzucker für eine rasche und effiziente Milchsäuregärung noch nicht ausreichend aufkonzentriert ist. Die Lebensbedingungen für die erwünschten Milchsäurebakterien sind dann ungünstig. Fehlgärungen mit der Bildung von Buttersäure durch Clostridien können die Folge sein. Der pH-Wert der Silage sinkt nicht weit genug ab und die Silage bleibt instabil.


Schwierige Silierbedingungen sind ferner abhängig von der Zusammensetzung der Futterpflanzen. Aufgrund eines hohen Proteingehaltes im Verhältnis zum Zuckergehalt gelten die Futterarten Luzerne, Klee, Erbsen und Grünroggen als generell schwer silierbar.


Spezialist oder Generalist – welche Produkte empfiehlt BASF für schwierige Silierbedingungen?

Die Siliermittel der BASF sind von der DLG–Gütezeichenkommission geprüft. Die geschilderten, schwierigen Silierbedingungen (also niedrige Trockenmasse durch mangelndes Anwelken, hoher Proteingehalt, ungünstiger Vergärbarkeitskoeffizient) entsprechen bei der DLG der Wirkungsrichtung 1a.


In diesem Wirkungsbereich gibt es die Siliermittelempfehlungen Amasil® NA und Lupro-Mix® NC.


Amasil® NA (mit DLG-Gütezeichen für Wirkungsrichtung 1a)

DLG Güttezeichen für Siliermittel

Amasil® NA ist eine gepufferte Mischung aus Ameisensäure und Natriumformiat in flüssiger Form. Das anwenderfreundliche NC-Produkt wird am Feldhäcksler oder Ladewagen mit säurefesten Dosierpumpen dem Siliergut zugeführt. Die empfohlenen Dosierungen liegen bei 3,0 – 4,5 l Amasil NA / t Frischgras zur Ganzbehandlung.


Im nachstehenden Silierversuch (Tab. 1) konnte durch den Einsatz von 3,5 l Amasil® NA eine befriedigende Silage (74 DLG Punkte) zu einer sehr guten Silage (100 DLG Punkte) aufgewertet werden. Sowohl der Gehalt an Buttersäure, Ethanol und Ammoniak-N sowie die Gärgasverluste konnten gesenkt werden.


Tabelle 1: Silierversuch mit Amasil® NA : Kleegras-Mischung mit 18,6 % Trockenmasse, Vergärbarkeitskoeffizient 32, 90 Tage Silierdauer.


Quelle: KALZENDORF, Oldenburg (2009)
Parameter Kontrolle (ohne Siliermittel) Amasil® NA 3,5 l/t
Trockenmasse (g/kg) 186 186
pH-Wert 3,9 3,9
Milchsäure (g/kg TM) 15,5 13,8
Buttersäure (g/kg TM) 0,71 0,05
Ethanol (g/kg TM) 0,68 0,05
NH3-N / Ges. N (%) 8,35 2,83
Gärgasverluste 90 T (%) 7,2 5,4
DLG-Punkte 74 100

Amasil® NA kann auch in Kombination mit dem Milchsäurebakterienpräparat BIO-SIL® von Dr. Pieper GmbH empfohlen werden (ebenfalls mit DLG-Gütezeichen für Wirkungsrichtung 1a). Der kombinierte Einsatz führt zu einer schnelleren Entwicklung der Milchsäuregärung.


DLG Güttezeichen für Siliermittel

Lupro-Mix® NC (mit DLG-Gütezeichen Wirkungsrichtung 1a und Wirkungsrichtung 2)

Mit dem Einsatz von Lupro-Mix® NC, einem Siliermittel mit gepufferter Propion- und Ameisensäure, kann ebenfalls unter schwierigen Silierbedingungen eine qualitativ hochwertige Silage mit hoher DLG-Punktzahl erzeugt werden.
Dies wird im nachfolgenden Silierversuch demonstriert (Tab. 2): Ohne Säurebehandlung ist die Silage verdorben oder minderwertig (nur 4 DLG Punkte). Mit 4 l Lupro-Mix® NC pro Tonne Siliergut dagegen wurde aus dem gleichen Ausgangsmaterial eine sehr gute Silagequalität erzeugt (98 DLG-Punkte).


Tabelle 2: Silierversuch mit Lupro-Mix® NC: Luzerne-Knaulgras-Mischung mit 27,7 % Trockenmasse,
105 Tage Silierdauer.


Quelle: WYSS, Posieux (1996)
Parameter Kontrolle (ohne Siliermittel) Lupro-Mix® NC 4 l/t
Trockenmasse (g/kg) 257 271
pH-Wert 5,7 4,1
Milchsäure (g/kg TM) 6 37
Buttersäure (g/kg TM) 20 0
NH3-N / Ges. N (%) 21 10
Gärgasverluste 90 T (%) 8,9 2,1
DLG-Punkte 4 98

Wie auch bei Amasil® NA wird das anwenderfreundliche Lupro-Mix® NC am Feldhäcksler oder Ladewagen mit säurefesten Dosierpumpen in Dosierungen von 3 – 4 l / t dem Siliergut zugeführt.


Silageproduktion auf dem Feld

Lupro-Mix® NC auch gegen Nacherwärmung wirksam

Lupro-Mix® NC ist ein universell wirksames Präparat. Dieses Siliermittel besitzt ein zweites DLG-Gütezeichen in der Wirkungsrichtung 2 (Verbesserung der aeroben Stabilität) und hilft gegen Nacherwärmung von Silagen. Diese Probleme treten meist bei zu intensivem Anwelken des Grüngutes und als Folge einer zu hohen Trockenmasse auf. Das Siliergut kann nicht mehr optimal verdichtet werden und es verbleibt Luftsauerstoff im Silo. Dieser kann zu einer Vermehrung von Hefen führen, die sich nach dem Öffnen des Silos explosionsartig vermehren und damit die bekannte Nacherwärmung verursachen. Energieverluste, Verderb und Rückgang der Futteraufnahme bei warmer Silage sind die Folge. Auch hier kann Lupro-Mix® NC in einer Dosierung von 4 l / t Siliergut vorbeugend gegen Nacherwärmung eingesetzt werden.


Abschließend ist es eine betriebsindividuelle Entscheidung, ob man unter den an dem betreffenden Standort vorherrschenden klimatischen Bedingungen eher auf den Spezialisten Amasil® NA oder auf den Generalisten Lupro-Mix® NC mit breiteren Einsatzmöglichkeiten vertraut. Wirksam sind beide, dies beweisen die DLG-Gütezeichen.


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